J&W Tauchsport GmbH

Abtauchen und geniessen

 

Madeira -  Die Blumneninsel

 

 

Madeira ist bekannt als immergrüne Insel, welche zum wandern und relaxen einlädt. Bei den Tauchern steigt langsam der Bekanntheitsgrad der Insel, da sie auch unterwasser einiges zu Bieten hat.

Die Insel

Madeira liegt etwa 500 km nördlich von den Kanaren auf der Höhe von Marokko. Die Insel ist mit 700km2 etwa halb so gross wie der Kanton Aargau und beheimatet ca. 240'000 Einwohner. Entstanden ist die Insel durch Vulkanische Aktivitäten, welches auch unterwasser gut zu erkennen ist. Prägend sind die Gebirgslandschaften mit dem höchsten Punkt Pico Ruvio auf 1850m. Genau so steil, wie es bergauf geht, fällt die Insel unterwasser in die Tiefe ab und erreicht innert wenigen Kilometer 4000m Wassertiefe. Diese Gegebenheit ist massgebend sowohl für das ausgeglichenen Klima als auch für Tierwelt unterwasser.

Tauchen

Getaucht wird vor allem an der Südküste, wo sich auch der Unterwassernationalpark befindet. Die Landschaft unterwasser ist felsig, durchzogen mit grossen Steinbrocken und Steilwänden. Die Wassertemperatur bewegt sich zwischen 17°C im Winter und 25°C im Sommer. Für Korallen sind ist es doch etwas zu kühl.Brasse an der Felswand Die Tauchplätze werden entweder mit dem Minibus oder mit dem Boot erreicht. Der Atlantik um Madeira ist etwas rau, jedoch sind an der Südküste die Bedingungen oft relativ gut, da dies meist die windabgewandte Seite ist. Der Ein- und Ausstieg von Land ist aufgrund der Wellen etwas mühsam, aber gut machbar. Ausserhalb des Nationalpark ist der Fischbestand durchaus passabel, wobei es vorwiegend kleinere Fische sind, die man antrifft. Beim ersten Tauchgang wurden wir von verschiedenen kleinen Brassen, Drachenköpfen, einige Meerpfauen (farblich ähnlich wie Papagaienfische) sowie einem Oktopus und einem Seepferdchen begrüsst. Bei den darauffolgenden Tauchgängen ausserhalb des Parks sahen wir zudem noch eine grosse Seespinne, weisse und schwarze Muränen, sowie kleine Barsche. Das Tauchen im Nationalpark ist wetterbedingt nicht immer möglich. Wir hatten Glück und konnten in Garajau bei wenig Wellen mehrere Tauchgänge machen. Garajau ist ein Steinstrand, der kontinuierlich bis auf über 30m abfällt. Die Strömung war, wie an den andern Plätzen, ziemlich schwach. Die meterhohen Steinbrocken bieten immer wieder Strömungsschatten, so dass man nie wirklich ins dauerpaddeln kommt. Kurz nachdem wir abgetaucht sind wurden wir von einem beachtlichen SeepferchenZackenbarsch erwartet, der überaus zutraulich und neugierig war. Es war nicht der einzige. Bis zu fünf Stück sind an diesem Platz anzutreffen. Regelmässig sieht man Schwärme von Brassen und Schnappern, sowie verschiedenen Barsche, die auch teilweise nebeneinem her schwimmen. Der absolute Höhepunkt war jedoch etwa zehn Doraden (Meerbrassen Art), welche einen Sardinenschwarm jagten, wobei dies schon ein sehr grosser Zufall war. Zusammenfassend kann man sagen, dass Madeira für Anfänger und Fortgeschrittene einiges zu bieten hat. Speziell der Nationalpark sehr fischreich, wenn auch nicht so farbig, ist.

Rund ums Tauchen

Das einzige was Madeira nicht zu bieten hat sind Sandstrände. Dafür bietet die immergrüne Insel zahllose Wanderwege von leicht bis mittelschwer. Ebenfalls ist es lohnenswert, einmal ein Auto zu mieten und ins Landesinnere oder an die Nordküste zu fahren. Es sind immer wieder Aussichtspunkte an der Strasse, wo man herrlich über die Insel blicken kann. Wenn man zum Pico Ruvio hochwandert, kann man von einem Ort jeweils an beide Küsten schauen.Kulinarisch bietet die Insel Fisch- und Fleischgerichte, welche meist mit Knoblauch mariniert sind. Dabei gibt es zwei inseltypische Spezialitäten, welche man probieren sollte. Den Rindfleischspiess und den Degenfisch. Der Degenfisch ist ein Tiefseefisch, der ungefähr aussieht, wie ein schwarzer Aal mit Barrakuda Kopf. Anstelle eines Dekobier eignet auch ein Madeira Likör ganz gut nach dem Tauchen. Diesen gibt es von Trocken bis Süss in verschiedenen Zwischenstufen.Abschliessend kann ich Madeira sehr empfehlen, auch wegen der Flugzeit von ca. 3 1/2h.


 

Infobox:

 

 

Anreise:

 

Direktflug von Zürich mit Edelweiss oder Air Berlin, jeweils 2x pro Woche. Es wird eine ID oder Pass benötigt.
Kleiner Tipp: Übergepäckpreise mit Businessclass- und Ausrüstungsmiete vergleichen.

 

Tauchbasis:

 

Madeira Diving Center in Caniço:
Kleine, familiäre Tauchbasis, welche sich sehr flexibel ist und einen sehr guten Service bietet.
Kleine Anmerkung: Die Tauchbasis akzeptiert keine Kreditkarten.

Ausrüstungsverleih:   Ja

Diveguides / Instruktoren:   2-5

Tauchorganisatonen:   Barrakuda, PADI

Nitrox:   ja

Boot:  ja

Minibus:   ja

 

Unterkunft:

 

Caniço Baixo bietet einigen Hotels und Appartements. Diese können selbständig, via Reisebüro oder Tauchbasis gebucht werden.

 

Essen / Trinken:

 



Die Preise sind etwa ähnlich wie in Spanien / Italien. Man bezahlt für einen Hauptgang ca. 10 - 15€. Süssgetränke kosten ca. 2€, 3dl Bier ca. 2.5€.

Restaurant tipp: In Caniço Centro ist das Restaurant "A Lareira" sehr zu empfehlen. Es bietet in einen angenehmen Ambiente einen sehr guten Service und das beste Essen, welches ich in Caniço genossen habe. Preislich ist es gleich teuer, wie die andere Lokalitäten an der Küste.